
Warum sind
Rassekatzen so teuer ?
" Wie
bitte ? 500 .- EUR - Sie sind wohl wahnsinnig!",
schimpft
die aufgebrachte Anruferin und legte den Hörer auf. Ein
seriöser Katzenzüchter scheut weder Kosten noch Mühen,
wenn es
darum geht, einen gesunden Wurf aufzuziehen. Der finanzielle Aufwand
ist enorm und beginnt bereits vor dem Deckakt.

Routine-Untersuchung
der Katze : ca. 20 EUR
Fip-
und Leukose-Test : ca. 80 EUR
Deckgebühren
: zwischen 400 EUR und 800 EUR
Qualitativ
hochwertige Aufbaunahrung für die trächtige Katze : ca. 150
EUR
Qualitativ
hochwertiges Kittenfutter bis zur 12.Woche : ca. 150 EUR
Wurmkuren
: ca. 30 EUR
Ausstellung
der Stammbäume : (Vereinsabhängig ca. 65 EUR

"Katzen
gibt es doch überall umsonst!" Im
Tierheim bekommen ich eine für 80 EUR!
In
unserer Tageszeitung inseriert einer Perserkatzen für 150 EUR!"
So
die einhellige Meinung unerfahrener Menschen,
die sich
aus unerfindlichen Gründen für die Anschaffung einer Rassekatze
entschieden haben und nicht dazu bereit sind,
400 EUR
und mehr für ein vierbeiniges Samtpfötchen auf den Tisch zu
legen. Ein kostspieliges Vergnügen.
Dabei dürfte es sich doch inzwischen herumgesprochen haben, dass
eine seriöse Rassekatzenzucht ein kostspieliges Vergnügen
ist.
Natürlich gibt es sog. Züchter, die Rassekatzen "produzieren",ohne
dabei auf eine artgerechte Haltung und sinnvolle Verpaarungen, Gesundheit
und katzenfreundliche Aufzuchtbedingungen zu achten. Oft
verzichten Sie auch auf wichtige tierärztliche Untersuchungen,Entwurmungen
und Impfungen.
Ihnen
entstehen praktisch keine Kosten und deshalb können sie
ihre Kitten auch zu wahren
Schleuderpreisen
anbieten und machen dabei vermutlich noch ein Geschäft.Ob
die Tiere gesund und rassetypisch sind, steht auf einem anderen Blatt.
Oft
erwartet den neuen Besitzer ein böses Erwachen. Spätestens
dann, wenn der Tierarzt feststellt,dass
der vierbeinige Neuzugang
schwer krank
ist oder an aufzuchtbedingten Schädigungen leidet.Die
durchschnittlichen Grundkosten für einen vierköpfigen
Wurf belaufen
sich auf circa 1.000 EUR. aufwärts. Hinzu kommen unkalkulierbare
Kosten wie beispielsweise durch:
Geburtskomplikationen,
Krankheitsfälle,Verletzungen
und andere Risikofaktoren,die
manchmal vorkommen, unerwartete Zwischenfälle,
die den finanziellen
Aufwand in Schwindelerregende Höhen treiben können.Auch die
Inserate der zum Verkauf stehenden Kätzchen haben ihren Preis.
Wer den Preis von circa 500.- EUR für ein Jungtier nun noch immer
für zu hoch gegriffen hält, sollte sich vor Augen führen,
dass ein seriöser Katzenzüchter bisweilen Tag und Nacht im
Einsatz ist, um das Wohlbefinden seiner Kitten zu gewährleisten.
Würde man den für diesen Einsatz anfallenden Zeitaufwand in
einen kargen Stundenlohn umrechnen,müsste
der Preis für ein Kätzchen noch weit über dem aktuellen
Durchschnitt liegen.
entnommen aus: "OUR-CATS" - Das Katzenmagazin